Keine Zwangsräumung in Köln

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„Alle für Kalle“ – unter diesem Motto verhinderten heute mehr als 300 Menschen in Köln die Zwangsräumung von „Kalle“ Gerigk. Seit 30 Jahren bewohnt er im Kölner Agnesviertel eine Dachgeschosswohnung. Nun soll er raus. Es gibt einen gültigen Räumungstitel. Der nützte heute aber nichts, nach rund fünf Stunden rückten Gerichtsvollzieher und Bereitschaftspolizei ab. Nachbarn, Freunde, Kollegen und Aktivisten hatten den Beamte deutlich gemacht, dass sie freiwillig nicht weichen würden.

Der neue Eigentümer der Wohnung, ein Immobilienmakler, hat „Kalle“ Gerigk wegen „Eigenbedarf“ gekündigt. Wenig glaubwürdig ist diese Kündigung, da der neue Eigentümer die Wohnung bereits kurz nach dem Erwerb öffentlich zum Kauf angeboten hatte. Die Gerichte entschieden trotzdem völlig überraschend zugunsten des Eigentümers.

Der nächste Räumungstermin wird nun frühestens in zwei Wochen stattfinden. Es wird damit gerechnet, dass dann noch mehr Menschen an der Blockade beteiligen werden.

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