Bad Nenndorf: Immer weniger Nazis, dafür brutale Bundespolizei

Zum zehnten Jahrestag des Neonaziaufmarsches im niedersächsischen Bad Nenndorf, kamen wiedermal weniger Neonazis in die Kurstadt, als im Vorjahr. 2013 beteiligten sich noch 270 Rechte, 2014 waren es dann nur noch 190. In diesem Jahr verirrten sich dann ganze 175 in die Stadt.Dem, den Nationalsozialismus idealisierenden Aufmarsch, stellten sich insgesamt gut 1000 Menschen entgegen. 300 davon blockierten den Bahnsteig des Bahnhofes, so dass die Neonazis die letzten Kilometer zu Fuß anreisen mussten. Die Bundespolizei aus Duderstadt sah es aber dennoch als notwendig an, den Bahnsteig teilweise äusserst brutal zu räumen. Sitzblockierer wurden nicht, wie sonst üblich, weggetragen, sondern ohne Vorwarnung in die Gesichter gegriffen und geschlagen. Beim Abführen fragte dann ein Beamter höhnisch, ob die Schmerzgriffe auch wirklich schön weh täten. Anders die niedersächsische Landespolizei. Diese ging zwar auch recht ruppig gegen die Blockierer vor, verzichtete aber auf solch unverhältnismäßige Maßnahmen. Es gab mehrere Verletzte. Eine Frau musste im Krankenhaus behandelt werden.

Antifaschisten gelingt es, trotz hermetischer Abriegelung auf die rechten Demoroute zu gelangen. Werden aber schnell von der Polizei abgedrängt.

Antifaschisten gelingt es, trotz hermetischer Abriegelung auf die rechten Demoroute zu gelangen. Werden aber schnell von der Polizei abgedrängt.